Dachbodendämmung

Wärmedämmung für Ihren Dachboden

Eine Wärmedämmung dient dem Wärmeschutz im Gebäude und soll damit den Energieverlust in einzelnen Bauteilen (Dach, Wand, Decke) reduzieren. So verwendet man Wärmeisolierung zur Verringerung der Wärmeübertragung (d. h. die Übertragung von Wärmeenergie zwischen Objekten mit unterschiedlicher Temperatur) zwischen Objekten in thermischem Kontakt oder im Bereich des Strahlungseinflusses. Die Wärmedämmung kann mit speziell entwickelten Methoden oder Verfahren sowie mit geeigneten Objektformen und -materialien erreicht werden.

Der Wärmefluss ist eine unvermeidliche Folge des Kontakts zwischen Objekten unterschiedlicher Temperatur. Die Wärmedämmung bietet einen Isolationsbereich, in dem die Wärmeleitung verringert wird oder die Wärmestrahlung vom Körper mit niedrigerer Temperatur reflektiert und nicht absorbiert wird. Die Isolationsfähigkeit eines Dämmmaterials wird als Inverse der Wärmeleitfähigkeit (k) gemessen. Eine niedrige Wärmeleitfähigkeit entspricht einer hohen Isolierfähigkeit (Widerstandswert). In der Wärmedämmtechnik sind die Produktdichte (ρ) und die spezifische Wärmekapazität (c) weitere wichtige Eigenschaften von Isoliermaterialien.

Welche Dämmung für Dachboden ist gut?

Für Ihren Dachboden haben wir Wärmedämmung aus Steinwolle, Glaswolle, Zellulose und Holzfaser im Sortiment. Je nach Ihren eigenen Vorstellung und Anforderungen an die Wärmedämmung empfehlen wir Ihnen den passenden Dämmstoff für Ihre Dachbodendämmung.

Steinwolle Wärmedämmung

Wer auf Nummer sicher gehen will oder muss, dem empfehlen wir die Steinwolle Ecofibre XIL 2. Bei dieser Wärmedämmung handelt es sich um nachhaltig produzierte nicht brennbare Steinwolleflocken, die auf Geschossdecken maschinell ein- oder aufgeblasen werden können.

Bauphysikalische Eigenschaften:

Nicht brennbar gemäß Euroklasse A1

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108-4

0,037 W/mK (ab 60 kg/m3 Einbaudichte)

0,042 W/mK (ab 40 kg/m3 Einbaudichte)

Umwelttipp – Energiebilanz:

Der Schmelzstrom zur Herstellung des Dämmstoffes Ecofibre XIL 2 besteht zu 100 % aus erneuerbaren Energien (Erdwärme und Wasserkraft) und sorgt für eine hervorragende Energiebilanz.

Wärmedämmung
Dämmen der obersten Geschossdecke nach GEG

Glaswolle Wärmedämmung

Bei Konstruktionen, die keine großen Lasten tragen können und dennoch sehr gut wärmegedämmt werden müssen, sollten Sie die sehr leichte  Glaswolle Pure Floc wählen.

Hierbei handelt es sich um sehr leichte nicht brennbare Glaswolleflocken, die auf Geschossdecken maschinell ein- oder aufgeblasen werden können.

Bauphysikalische Eigenschaften:

Nicht brennbar gemäß Euroklasse A1

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108-4

0,035 W/mK (ab 30 kg/m3 Einbaudichte)

0,037 W/mK (ab 20 kg/m3 Einbaudichte)

Umwelttipp – Energiebilanz:

Für die Herstellung des Dämmstoffes Pure Floc wird ein hoher Anteil an Recyclingglas (Altglas) eingesetzt. Zudem wurde das Produkt mit dem blauen Engel ausgezeichnet.

Zellulose Wärmedämmung

Freunde der Naturdämmstoffe sind mit der Zellulose Thermocel gut beraten. Diese Wärmedämmung besteht aus recycelten Zelluloseflocken aus Tageszeitungspapier, die auf Geschossdecken maschinell ein- oder aufgeblasen werden können.

Bauphysikalische Eigenschaften:

Nennwert der Wärmeleitfähigkeit

0,038 W/mK

Einbaudichte 30 bis 50 kg/m3

Schallabsorption Klasse A

Brandklasse E

Umwelttipp – Energiebilanz:

Bei der Herstellung des Dämmstoffes Thermocel kommt recyceltes Tageszeitungspapier zum Einsatz.

Montagehinweise für Dampfbremsen

Bauherren sind häufig nicht ganz sicher auf welcher Seite sie die Dampfbremse bei einer nachträglichen Dämmung des Dachbodens anbringen müssen. Leider entstehen dadurch oftmals langfristige Schäden, wenn die Dampfbremse entweder garnicht oder auf die verkehrte Seite angebracht wird.

Auf welche Seite gehört die Dampfbremse?

Richtig ist: Die Dampfbremse gehört immer auf die warme Seite der Decke oder des Dachbodens und immer unter die Wärmedämmung!

Zum Aufbau: Eine Dachbodendämmung wird folgendermaßen aufgebaut. Zunächst wird die  Dampfbremse von unten an die Kehlbalken angebracht. Die Kehlbalken bilden den Dachboden. Die Innenraumdecke (z.B. Gipskarton) wird ebenfalls von unten an die Dampfbremse angebracht, d.h. die Gipskartonplatten werden von unten an den Dachbodenbalken (Kehlbalken) befestigt. Als nächstes folgt die Wärmedämmung. Diese kann zwischen die Kehlbalken eingeblasen oder geschüttet werden. Um eine Begehbarkeit zu schaffen, werden die Kehlbalken mit Dielenbrettern (z.B. Rauhspunddielen) verschalt.

Schichtaufbau einer Dämmung mit Dampfbremse (von der Warmseite zur Kaltseite)

1. Innenraumdecke (z.B. Gipskarton oder Holz)

2. Dampfbremse (z.B. PE-Folie)

3. Kehlbalken

4. Wärmedämmung (z.B. Einblasdämmung) zwischen den Kehlbalken

5. Verschalung (z.B. Rauhspunddielen)

Dampfbremse falsch montiert?

Wird die Dampfbremse oberhalb der Wärmedämmung und somit auf die kalte also falsche Seite angebracht, besteht eine hohe Gefahr von Schimmelbildung. Warum ist das so? Die in der warmen Raumluft gespeicherte Feuchtigkeit steigt nach oben durch die Decke. Die Dampfbremse dient, wie der Name schon sagt, dazu, den Wasserdampf zu bremsen und eine kontrollierte Diffusion zu ermöglichen. Trifft der, in der warmen Raumluft, gespeicherte Wasserdampf nun auf eine kalte Schicht, kondensiert der Wasserdampf auf der kalten Oberfläche und Tauwasser fällt aus.

Dampfbremse anbringen

Ist die Dampfbremse korrekt unter der Wärmedämmung installiert, trifft die warme Raumluft nicht unmittelbar auf eine kalte Oberfläche und es entsteht keine ungewollte Kondensation. Als Faustregel für einen Dachausbau sollte man sich folgendes merken:  Dachschrägen sollten zur Raumseite (innen) diffusionsdicht und nach außen diffusionsoffen aufgebaut sein.

Gibt es eine Pflicht den Dachboden zu dämmen?

Ja, die aktuelle Energie Einsparverordnung des Gebäudeenergiengesetzes (GEG) schreibt in Deutschland vor, dass Hausdächer bzw. obersten Geschossdecken gedämmt sein müssen. Wird ein Dachboden ausgebaut und als Wohnraum genutzt, muss zusätzlich das Dach gedämmt sein.