Die Dampfbremse muss immer auf der warmen Seite angebracht werden

Bauherren sind häufig nicht ganz sicher auf welcher Seite sie die Dampfbremse bei einer nachträglichen Dämmung des Dachbodens anbringen müssen. Leider entstehen dadurch oftmals langfristige Schäden, wenn die Dampfbremse entweder garnicht oder auf die verkehrte Seite angebracht wird.

Richtig ist: Die Dampfbremse gehört immer auf die warme Seite der Decke oder des Dachbodens und immer unter die Wärmedämmung!

Zum Aufbau: Eine Dachboden Dämmung wird folgendermaßen aufgebaut. Zunächst wird die  Dampfbremse von unten an die Kehlbalken angebracht. Die Kehlbalken bilden den Dachboden. Die Innenraumdecke (z.B. Gipskarton) wird ebenfalls von unten an die Dampfbremse angebracht, d.h. die Gipskartonplatten werden von unten an den Dachbodenbalken (Kehlbalken) befestigt. Als nächstes folgt die Wärmedämmung. Diese kann zwischen die Kehlbalken eingeblasen oder geschüttet werden. Um eine Begehbarkeit zu schaffen, werden die Kehlbalken mit Dielenbrettern (z.B. Rauhspunddielen) verschalt.

Schichtaufbau von der Warmseite zur Kaltseite:

1. Innenraumdecke (z.B. Gipskarton oder Holz)

2. Dampfbremse (z.B. PE-Folie)

3. Kehlbalken

4. Wärmedämmung (z.B. ECOFIBRE Einblasdämmung) zwischen den Kehlbalken

5. Verschalung (z.B. Rauhspunddielen)

Wird die Dampfbremse auf die Wärmedämmung und somit auf die kalte also falsche Seite angebracht, besteht eine hohe Gefahr von Schimmelbildung. Warum ist das so? Die in der warmen Raumluft gespeicherte Feuchtigkeit steigt nach oben durch die Decke. Die Dampfbremse dient, wie der Name schon aussagt, dazu, den Wasserdampf zu bremsen und eine kontrollierte Diffusion zu ermöglichen. Trifft der in der warmen Raumluft gespeicherte Wasserdampf nun auf eine kalte Schicht, kondensiert der Wasserdampf auf der kalten Oberfläche und Tauwasser fällt aus. Ist die Dampfbremse korrekt unter der Wärmedämmung installiert, trifft die warme Raumluft nicht unmittelbar auf eine kalte Oberfläche und es entsteht keine ungewollte Kondensation.